„Das ist unerhört“, schrillte Monika und schmetterte ihren Schläger zu Boden.
Susanne ergötzte sich am Zorn ihrer Cousine sichtlich was diese nur noch um so wütender machte.
„Genauso verhält sich eine schlechte Verliererin, liebes Cousinchen“, provozierte Susanne weiter.
Doch
da
ließ
sich
Monika
dann
doch
nicht
weiter
darauf
ein
sondern
wandte
stattdessen
eine
in
der
Welt
des
gehobenen
Niveaus
gängige Strategie an.
„Allerliebstes
Cousinilein“,
flötete
Monika
auf
einmal
in
der
bezaubernsten
Stimmlage
die
überhaupt
denkbar
ist,
„genau
wie
ich
seid ja auch ihr eine leidenschaftliche Liebhaberin erlesener Literatur, wie von niemanden je in Abrede gestellt werden kann.“
Susanne
ließ
ihren
Spott
zunächst
einmal
ruhen,
konnte
aber
eine
restliche
Erheiterung
nicht
ganz
unterdrücken.
Zunächst
einmal war ja an Monikas Aussage auch alles vollkommen richtig. Was also hatte sie vor?
Bekannterweise
verreisen
Aristokratinnen
wie
Susanne
und
Monika
stets
mit
sehr
viel
Gepäck,
schließlich
wollen
sie
ja
auch
in
der
Ferne
auf
keine
ihrer
gewohnten
heimischen
Annehmlichkeiten
verzichten.
Und
eine
dieser
Annehmlichkeiten
ist
der
Luxus
einer kleinen Reisebibliothek mit einer Auswahl sinneserfrischender Bücher für alle Lebenslagen.
Sogleich
holte
Monika
ein
gezielt
ausgewähltes
Buch
aus
der
Büchertasche
und
legte
es,
weil
ja
kein
Tisch
da
war
auf
den
Boden,
beugte sich tief nach unten und las den Titel vor.
„Gutes Benehmen, heißt diese Buch“, sagte sie, „bestimmt steht hier auch etwas über Federball.“
Neugierig kamen alle näher um das Buch zu betrachten.
Susanne
setzte
sich
mit
dem
Buch,
bei
dem
es
sich
eigentlich
um
einen
Heubodenfund
handelte,
aber
dazu
später,
auf
den
Picknickkorb und begann vorzulesen.
„Also hier steht“, erklärte sie, „dass beim Federballspiel niemand verspottet werden darf…“
„Steht das da wirklich“, fragte Puppe nach.
„Darf man sich eigentlich einfach so auf einen Picknickkorb setzen“, fragte der Zwerg kritisch, „wenn das Buch ja Gutes
Benehmen heißt?“
Susanne blätterte im Buch und wurde fündig.
„Das ist in der Tat erlaubt“, erörterte sie, „nur reinsetzen ist verboten, je nach dem was man an hat…“
„In eine Brennnessel reinsetzen ist voll super“, mischte sich Monika ein.
„So weit ich mich erinnere wolltet ihr eigentlich Federball spielen“, sagte der Kutscher.
„So
ist
es“,
wandte
sich
Susanne
an
alle,
„wir
sollten
also
nicht
rumalbern
sondern
uns
besinnen
um
was
es
hier
in
Wirklichkeit
geht…“
„Und um was“, fragte Puppe.
„Ganz
einfach“,
erklärte
Susanne,
„es
handelt
sich
schließlich
um
das
erste
Raststätten-Federballtunier
-
und
wir
haben
es
ins
Leben gerufen. Ich sehe jetzt schon wie ganz viele Menschen zukünftig, nur wegen uns, an diesen Ort strömen werden.“
„Dann lass uns verdammt noch mal weiterspielen“, sagte Monika energisch, „wo ist der Federball.“
Alle sahen sich um. Wo war der Federball auf einmal hin? Hatte er sich etwa in Luft aufgelöst?
„Da! Das Pony steht drauf“, rief plötzlich der Zwerg, der ihn als erster entdeckt hatte.
„Äh…“, Susanne und Monika stand der Mund offen.
„Ich glaube der ist hinüber“, meinte der Kutscher und kommentierte damit eigentlich nur das Offensichtliche.
Dann hob Susanne Monikas Schläger auf und stellte fest das auch dieser irreparable Schäden aufwies.
„Das warst auch du“, klagte sie ihre Cousine an.
„Du kannst ja deinen Schläger immer noch verwenden“, empörte sich Monika über Susannes Vorwurf.
Dann beugte sie sich zum zermatschten Federball hinunter um ihre Cousine demonstrativ zu ignorieren.
„Wenn die Damen ihr Turnier beendet haben schlage ich vor die Weiterreise anzutreten“, sagte der Kutscher nach einer
Weile.
„In welch edlen Worten der Herr Kutscher dies vorgetragen hat“, nuschelte Monika, und redete dabei eigentlich mit ihrem
Federball.
Es
kam
nun
zu
einer
dieser
kuriosen
Situationen
die
bei
großer
Ratlosigkeit
entsteht
und
niemand
so
recht
weiß
was
er
tun
soll:
Alle standen irgendwo hinblickend in der Gegend herum um auf diese Art und Weise so unauffällig wie möglich zu wirken.
Wer
weiß
wie
lange
dieser
Zustand
angehalten
hätte
aber
bald
näherte
sich
eine
Kutsche
der
Picknickgesellschaft.
Hase
machte
hoppelnd Platz und die Luxuskutsche eines geheimnisvollen Edelmannes hielt an.
Er
sah
sich
wohlwollend
um,
sondierte
den
Gesamteindruck
und
stand
dann
auf
dem
Kutschbock
auf
um
einen
freundlichen
Gruß in die Runde zu werfen.
„Welch
herrliches
Reisewetter!
Meine
Damen,
ich
grüße
sie
und
ihre
charmante
Reisebegleitung,
Kutscher
und
Zwerg,
meine
Hochachtung…“
Dann sprang der Adlige mit einem eleganten Hopser von seiner Sportkutsche.
„Wohin reisen die Damen, wenn diese bescheidene Frage erlaubt sei…“
„Wir wollen beim Schlossball mitmachen“, erklärte Monika.
„Die
Damen
werden
mit
ihrer
Anwesenheit
dieses
berühmte
Fest
ehren,
ich
bin
entzückt.
Ich
selbst
komme
gerade
vom
Jahrmarkt aus dem nächsten Dorf. Es finden ja so viele Feste heutzutage statt.“
„Dort ist auch ein Fest?“ Fragte Puppe.
„Ja,
in
der
Tat“,
berichtete
der
Edelmann,
„ein
Jahrmarkt
mit
allen
nur
erdenklichen
Attraktionen.
Drunter
und
drüber
geht
es
dort, die ganze Gegend ist auf den Beinen.“
„So wie bei unserem Federballturnier“, spottete Susanne über Monika als wäre alles allein ihre Idee gewesen.
„Aber meine Damen“, beschwichtigte der Graf, „das haben sie doch überhaupt nicht nötig.“
„Der
Jahrmarkt
befindet
sich
auf
dem
Weg
zum
Schloss“,
erklärte
der
Kutscher,
„aber
wir
haben
nur
einen
begrenzten
Aufenthalt. Wollt ihr das Volksfest trotzdem besuchen?“
„Ja“, sagte Susanne entschlossen, „wir möchten zum Jahrmarkt und zum Schlossball.“
„Eine
vorzügliche
Entscheidung“,
schmeichelte
der
Graf,
„auch
ich
gedenke
mich
nun
eurer
Runde
anzuschließen.
Am
besten
fahre
ich
voraus.
Auf
meiner
besonders
hochwertigen
und
schnellen
Kutsche
ist
aber
nicht
genug
Platz
für
alle
auf
einmal
und
daher
schlage
ich
vor
das
jeder
mal
abwechselnd
bei
mir
mitfährt.
Also
Puppe
und
Hase,
die
beiden
ehrbaren
Damen
sowie
der
Herr Zwerg und der Herr Kutscher damit sich alle an meinem grandiosen Wagen erfreuen können.“
Es
gibt
Leute,
wie
den
Grafen,
wenn
die
erst
mal
ins
Reden
kommen
dann
stehen
alle
anderen
meist
recht
sprachlos
da
vor
Überwältigung.
Susanne
und
Monika
kam
es
langsam
so
vor
als
würde
der
Graf
so
einiges
dafür
tun
um
interessant
rüberzukommen. Und dann besaß er ja auch noch diese Superkutsche, dagegen musste man erst mal ankommen…
Alle staunten als der Graf auf seine Kutsche hinaufstieg.
„Ich werde zunächst wenden und dann können die ersten beiden Reisenden zusteigen“, instruierte der Graf.
Im
selben
Moment
knirschte
das
Holz
der
Rennkutsche
und
die
Räder
knickten
nach
innen
ab.
Normal
war
das
schon
mal
nicht…
Einen
Augenblick
später
krachte
das
Fahrgestell
komplett
zusammen
und
der
Edelmann
saß
nun,
die
Zügel
noch
fest
in
seinen
Händen
haltend,
auf
seinem
Kutschbock
auf
der
Erde
während
ein
Reifen
einen
Hang
hinunterrollte
und
schließlich
zwischen zwei Büschen stecken blieb.
Susanne
und
Monika
kreischten
vor
Spott
und
Hase
kannte
sich
nun
gerade
überhaupt
nicht
aus.
Die
Cousinen
kosteten
ihre
Schadenfreude in vollen Zügen aus, welch hochjauchzendes Fest für ihre Sinne dieser Anblick doch war.
Der Graf rappelte sich auf und sah sich verdutzt um.
„Ja, äh…“
„Dieses
Gefährt
besteht
aus
minderwertigen
Holz“,
erklärte
der
fachkundige
Kutscher,
„welches
auf
Hochglanz
gebracht
wurde
um ein schillerndes Erscheinungsbild zu bewirken.“
In
diesem
Moment
erreichte
das
schadenfreudige
Gekreische
der
Cousinen
einen
für
das
Gehör
eines
Menschen
nicht
mehr
wahrnehmbaren Frequenzbereich.
Als
sich
die
Lage
beruhigt
hatte
einigte
man
sich
auf
folgendes
Vorgehen:
Der
Graf
würde
mit
der
Postkutsche
bis
zum
Jahrmarkt
mitfahren
und
sein
Pferd
sollte
solange
bei
der
Raststätte
bleiben
und
dann
würde
man
einfach
sehen
was
sich
so
ergibt. Eine in ihrem Gesamtkonzept gut durchdachte Idee also…
Über
der
Ortseinfahrt
nach
Katzhausen
war
ein
schmuckes
Spruchbanner
gespannt.
„Herzlich
Willkommen
zum
diesjährigen
Jahrmarkt“
stand
dort
in
einladenden
Schriftzügen
geschrieben
und
darunter
„Strömt
herein
in
großer
Zahl
zur
kunterbunten
Damenwahl“ und unter diesem Schriftband wiederum fuhren Susanne und Monika in ihrer Postkutsche in das Dorf hinein.
„Huh, was für ein Geschaukel“, stöhnte Monika, „der Kutscher versteht sein Handwerk.“
„Meine
lieben
Freundinnen“,
sagte
der
Graf,
„sie
werden
sehen
das
ich
ihnen
nicht
zu
viel
versprochen
habe.
Das
Angebot
an
Attraktionen auf diesem Fest wird sie in allergrößtes Staunen versetzten.“
Und
in
der
Tat,
der
Graf
hatte
nicht
übertrieben.
Überall
spielte
Musik,
Akrobaten
traten
auf,
es
gab
ein
Karussell
und
mehrere
Süßigkeitenbuden,
ach
ja,
eine
Riesenrutsche,
Luftballons
in
Hülle
und
Fülle
und
Zelte
in
denen
Zauberer
und
Sensationen
aller
Art
bewundert
werden
konnten
und
vieles,
vieles
mehr…
Puppe
und
Hase
konnten
es
gar
nicht
erwarten
sich
ins
Getümmel
zu
stürzen.
„Hör
mich
an“,
sagte
der
Kutscher,
„ich
werde
bei
der
Poststation
auf
euch
warten,
aber
wir
müssen
heute
noch
weiter,
weil
ich
bin ja Postkutschenfahrer und nicht Ausflugsunternehmer.“
„Wir kommen pünktlich in mehreren Stunden“, versicherte Susanne und verschwand sogleich mit ihren Freunden in der
Menschenmenge.
„Seht, meine Lieben“, sagte der Graf, „eine Bude mit Geschicklichkeitsspielen. Ich werde euch jetzt zeigen was ich so kann.“
Susanne
und
Monika
machte
das
eher
ein
wenig
skeptisch
und
misstrauisch:
Erstens
einmal
waren
Puppe
und
Hase
ihre
Lieblinge und überhaupt, wen wollte er mit seinem Können beeindrucken, sich selbst, oder was?
Der Graf zahlte dem Spielleiter der Wurfbude einen Groschen und erhielt dafür drei Wattebäusche.
„Ich
erkläre
jetzt
alles“,
sagte
der
Graf,
„an
der
Zielwand
sind
ja
diese
beiden
dicht
aneinander
liegenden
Luftballons
befestigt.
Es
muss
mir
nun
gelingen
die
Wattekugeln
so
gegen
die
Ballons
zu
werfen
das
sie
dazwischen
steckenbleiben.
Wenn
ich
das
schaffe
darf
ich
mir
einen
der
hier
ausgestellten
Preise
aussuchen.
Was
möchtest
du
haben,
Hase?
Einen
Luftballon
oder
ein
Stofftier?
Und
wie
wäre
es
mit
einem
süßen
Lebkuchenherz
für
dich,
liebe
Puppe.
Eine
der
edlen
Sektflaschen
für
die
Damen,
treffen sie ihre Wahl!“
Angespannt
betrachteten
die
Cousinen
die
prall
aufgeblasenen
Zielballons.
Würde
ein
Wattebausch
direkt
auf
einen
Ballon
treffen
hätte
das
einen
dumpfen,
paukenartigen
Ton
zur
Folge,
träfe
der
Bausch
aber
direkt
zwischen
die
Ballons
ergäbe
das
aber
einen für den Gewinn entscheidenden ploppenden Ton…
Natürlich
hielt
sich
die
Festtagsgesellschaft
nicht
ausschließlich
an
der
Wurfbude
auf,
auch
die
Riesenrutsche
wurde
ausprobiert
und
auf
dem
Karussell
machten
alle
gleich
mehrere
Fahrten
mit.
All
das
ging
allmählich
in
Tanz
und
Gesang
über
bis
der
Gruppe schließlich auffiel das es längst Abend geworden war.
Sie
mussten
sofort
zur
Kutsche
zurück,
wenn
die
überhaupt
noch
da
war.
Der
Schlossball
würde
jedenfalls
bestimmt
nicht
zu
ihnen kommen, soviel stand fest.
Alle eilten los und sie hatten Glück, die Kutsche stand noch beim Postamt. Doch wo waren der Kutscher und der Zwerg?
Schnell ging die Gruppe in das Stationshaus wo sie die beiden dann auch, bei wenig guter Laune, an einem Tisch sitzend
vorfanden.
„Wir können jetzt losfahren“, sagte Monika.
„Tatsächlich“, meinte der Kutscher, „und das nach nur sieben Stunden Wartezeit. Wie soll ich meinen Dank in Worte
fassen?“
„Lieber Herr Kutscher“, sagte der
Graf beschwichtigend, „ich übernehme die volle Verantwortung
für unsere
Verspätung. Sie können sich nicht vorstellen was wir für einen Spaß hatten. Ich entschuldige mich nochmals umfänglich
für alles und bedenken sie doch wieviel Freude der Hase hatte…“
Das
sollte
ja
auch
jedem
vergönnt
sein,
erklärte
der
Kutscher,
aber
ans
Weiterreisen
war
so
spät
trotzdem
nicht
mehr
zu
denken
und so übernachteten alle in der Poststation um am nächsten Morgen so früh wie möglich aufzubrechen.
Die Fahrt ging in gewohnter Holprigkeit dahin und die morgendliche Luft wehte erfrischend durch die geöffneten Fenster.
„Eine herrliche Landschaft“, sagte Susanne.
„Da haben sie recht, meine Liebste“, bestätigte der Graf, „auch ich reise gerne auf dieser Strecke.“
„Und sie sind ein echter Graf“, fragte Monika nach.
„In der Tat“, sagte der Adlige lächelnd, „was mich aber nicht vor Wagenpannen bewahrt.“
„Eine Wagenpanne“, spottete Susanne, „wie geistvoll das so zu formulieren.“
„Liebste, sie machen Geschichten“, frohlockte der Graf, „freut ihr euch auch schon alle auf den Schlossball?“
„Ja“, sagte Puppe und Hase stimmte zu.
„Der
pure
Luxus
erwartet
sie
dort,
meine
Damen“,
erzählte
der
Graf
schmeichelhaft,
„und
ihr,
Puppe
und
Hase,
könnt
den
Leuten dann vom gestrigen Jahrmarkt berichten.“
„Und von der Wagenpanne des Herrn Grafen“, ergänzte Susanne.
Puppe und Hase saßen mit Lebkuchenherz und Luftballon neben dem Grafen und Susanne und Monika auf der Bank gegenüber.
„Wie herzig ihr beiden ausseht“, sagte Monika anerkennend zu Puppe und Hase.
„Und
was
für
ein
schönes
Lebkuchenherz
und
was
für
einen
tollen
Luftballon
ihr
bekommen
habt,
hinreißend“,
mischte
sich
auch der Graf dazwischen.
„Wer für eine Pause ist hebt jetzt die Hand“, wechselte Susanne das Thema.
Alle zeigten auf.
„Dann sind wir und ja einig. Kutscher! Anhalten!“ Rief Susanne hinaus.
Der Kutscher zügelte das Gespann und alle stiegen aus.
„Das scheint ja ein recht abgelegener Ort zu sein“, meinten die Cousinen.
„Die
nächste
Poststation
ist
noch
eine
ganze
Weile
entfernt“,
erläuterte
der
Kutscher,
„hier
gibt
es
weit
und
breit
rein
gar
nichts.
Außer dieser Straße“, fügte er noch hinzu.
„Seht mal“, sagte Monika und zeigte zum Horizont.
„Du meinst bestimmt die Wolken“, sagte der Kutscher.
Dann fiel es auch den anderen auf. Es schienen ganz besondere Wolken zu sein, zart weißlich mit seidenem Glanz.
„In dieser Richtung liegen die Pixi Mountains“, erklärte der Kutscher.
„Und dort fahren wir jetzt durch?“ Fragte Susanne.
„Nein“, sagte der Kutscher, „den Weg durch dieses Gebirge kennen nur wenige. Wir bleiben auf unserer Straße.“
„Leben dort Menschen“, fragte Monika neugierig.
„Das würde ich so nicht sagen…“, meinte der Kutscher.
„Was
soll
das
für
eine
Formulierung
sein?
Wir
wollen
sofort
wissen
was
es
mit
diesen
Bergen
auf
sich
hat“,
forderte
Susanne,
„lebt dort wer oder nicht?“
„In
solch
unwirklichen
Gegenden
können
eigentlich
nur
noch
die
Mountain
Men
überleben“,
sagte
der
Kutscher
und
machte
dann
einen
geheimnisvollen
Gesichtsausdruck,
„aber
davon
abgesehen
hat
sich
vor
langer
Zeit
tatsächlich
etwas
außergewöhnliches in diesen Bergen ereignet. Aber das zu erzählen wäre zu dramatisch.“
„Jetzt nicht weiterzuerzählen wäre dramatisch“, sagte Susanne in wenig freundlichem Tonfall.
„Wir
wollen
die
Geschichte
sofort
erfahren!
Was
hat
sich
vor
langer
Zeit
dort
ereignet?
Wir
sind
sehr
Dramaresistent“,
bedrängte
Monika den Kutscher.
„Also gut“, begann der Kutscher und alle spitzten die Ohren.
2
Buch