Herziges und Abenteuerliches
E-BOOK
 LENA HASE
Es   war   ein   wunderschöner,   sommerlicher   Tag   und   jeden   Augenblick   sollte   nun   die   sehnlich   erwartete   Postkutsche   am   Horizont erscheinen. Puppe   und   Hase   hatten   ihre   Fahrscheine   bereits   gekauft   und   saßen   auf   der   Holzbank   vor   dem   Stationsgebäude   wo   sie   sich   schon sehr auf die Kutsche mit dem Ponygespann freuten von der sie schon so viel gehört hatten. „Was für ein herrliches Wetter“, sagte Puppe zu Hase, „haben wir nicht großes Glück?“ Bei   solch   strahlenden   Sonnenschein   mit   Puppe   zu   verreisen   war   in   der   Tat   ein   großes   Glück,   freute   sich   Hase,   es   versprach   eine atemberaubende Reise zu werden. Doch   bevor   es   mit   dieser   Erzählung   weiter   geht   muss   noch   erwähnt   werden   dass   nichts   an   dieser   Geschichte   Fiktion   ist   -   alles hat   sich   genau   so   zugetragen   wie   es   hier   geschrieben   steht.   Und   auch   wenn   der   eine   oder   andere   Satz   vielleicht   oberflächliche Ungereimtheiten aufweist, so passt doch in seiner Gesamtheit alles perfekt zusammen… Aber   nun   wieder   zurück   zu   Puppe   und   Hase   die   noch   immer   bei   der   Poststation   auf   ihre   Kutsche   warteten   als   plötzlich   das fröhliche Getute eines Signalhorns erschallte so dass es die beiden beinahe von ihrer Sitzbank geschleudert hätte. „Das ist die Postkutsche, Hase“, rief Puppe aufgeregt und beide sprangen schnell auf um zu winken. „Hierher“, riefen Puppe und Hase, „wir wollen auch mitfahren!“
PUPPE UND HASE
„Brrr…“, gebot der bärtige Kutscher den Ponys und sie blieben exakt vor dem Postgebäude stehen. Sein   Gehilfe,   es   handelte   sich   dabei   um   einen   Zwerg   der   ein   grünes   Bedienstetenkostüm   anhatte,   sprang   geschwind   vom Kutschbock um die Tiere mit Wasser zu versorgen und dann würde die Fahrt auch schon wieder weitergehen. „Das ist doch eh die Kutsche zum Schloss“, vergewisserte sich Puppe. „In der Tat“, sagte der Kutscher, „und wir werden für die Reise einen ganzen Tag brauchen.“ „Im Schloss findet nämlich der diesjährige Ball statt“, berichtete Puppe. „Ich weiß“, sagte der Kutscher, „viele Gäste werden erwartet.“ „Hase“, sagte Puppe, „hoppel du als erstes in die Kutsche, für dich ist es ein leichter Sprung.“ Aber   Hase   wollte   eigentlich   Puppe   vorlassen,   weil   sie   ja   eine   Puppe   war.   Aber   wie   sollte   sie   überhaupt   in   die   Kutsche   kommen, als Puppe, wie gesagt. „Was für liebenswerte Fahrgäste“, klang es auf einmal aus der Kutsche und zwei junge Damen lehnten sich heraus. Es   waren   die   Cousinen   Susanne   und   Monika   und   sie   waren   ganz   verzückt   von   Puppe   und   Hase.   Dann   hoben   sie   die   beiden   zu sich in die Fahrgastkabine. „Wir   versichern   euch,   liebe   Freunde,   dies   wird   eine   höchst   angenehme   Fahrt   und   die   Sitze   sind   derart   weich   gepolstert   dass   es eine   Wonne   ist   zu   reisen“,   erklärte   Susanne   voller   Begeisterung,   „bei   manchen   Sitzen   fragt   man   sich   ja   heutzutage   wer   hier eigentlich wen polstert.“
„So ist es, liebe Cousine“, sagte Monika und sah dabei Puppe und Hase an,  „wir  legen  nämlich  allerhöchsten  Wert  auf Bequemlichkeit.“ „Was für ein schöner Hase du bist“, wechselte Susanne das Thema und Hase wusste gar nicht was er sagen sollte. „Und welch bezaubernde Puppe“, ergänzte Monika, „wie wir hören seid ihr ebenso wie wir auf dem Weg zum alljährlichen Ball?“ „Ja“, sagte Puppe und Hase nickte eifrig. Das Fest schien ja bereits jetzt schon zu beginnen… Dann ertönte auch schon das Abfahrtsignal. „Tröt mir nicht direkt ins Ohr“, hörte man den Kutscher den Zwerg noch anmurren und mit einem beherzten Ruck begann die Fahrt. Und in der Tat, es waren wirklich sehr bequeme Sitze wie man an Susanne und Monikas zufriedenen Blicken erkennen konnte. „Ist das euer erster Ausflug in einer Postkutsche“, fragte Monika. „Ja“, antwortete Puppe, „und es gefällt uns wirklich sehr gut.“ „Das hören wir gern“, sagte Susanne, „und ihr werdet staunen was man auf so einer Reise alles erleben kann.“ „Verreist ihr selbst eigentlich viel“, fragte Puppe die Cousinen. „Ja, Puppe“, sagte Susanne, „wir kennen das ganze Land weil wir so viel herumkommen.“ „Man   könnte   fast   sagen   es   ist   unser   Beruf“,   erläuterte   Monika,   „obgleich   wir   eher   auf   dem   Gebiet   der   Muse   und   schönen   Künste bewandert sind.“
Die Cousinen kicherten sich gegenseitig an. Dann erwähnte Hase, der auch mitreden wollte, dass er beruflich mit Karotten zu tun habe und Puppe seine Mitarbeiterin sei. „Du bist wirklich ein ganz entzückender Hase“, sagten die Cousinen, „und was für schöne weiche Ohren du hast.“ Hase wollte noch etwas über Karotten sagen, konnte sich aber dann nicht mehr so genau erinnern. Die   lasziven   Gesichter   der   Cousinen   waren   für   Puppe   und   Hase   einigermaßen   verwirrend,   hatten   aber   durchaus   auch   etwas anziehendes an sich. Plötzlich   holperte   die   Kutsche   über   ein   Schlagloch   das   sich   direkt   unter   Susanne   befand   so   dass   es   sie,   begleitet   von   einem vergnügten   Schrei,   ein   wenig   nach   oben   schleuderte.   Dabei   fiel   ein   geheimnisvolles   Buch   aus   ihrer   Hand   und   landete   unter   der Sitzbank. Schnell sprang der Hase auf den Boden um das Buch zu bergen und überreichte es sogleich seiner Besitzerin. „Wie   artig   von   dir,   lieber   Hase“,   sagte   Susanne   und   streichelte   sein   Köpfchen,   „du   musst   nämlich   wissen,   dass   es   sich   hierbei   um ein ganz besonderes Buch handelt.“ „Und um was für ein Buch handelt es sich genau“, fragte Puppe, „um ein Zauberbuch etwa?“ „Nein,   viel   besser“,   sagte   Susanne,   „es   handelt   sich   um   einen   Ratgeber   mit   sehr   gut   ausgearbeiteten   Anweisungen   und   Tipps   wie man sich bei allen beliebt macht indem man Eigenschaften wie Loyalität und Integrität auf allerhöchstem Niveau einsetzt.“ „Wir    streben    nämlich    nach    vollkommener    Tugend    indem    wir    gutes    und    schlechtes    Benehmen    in    harmonischen    Einklang bringen um schlussendlich einen Zustand permanenter Obsession zu erreichen“, schwärmte Monika über das Buch.
Dann   wollte   Hase   auf   einmal   wissen   was   Integrität   bedeutet,   denn   dieses   Wort   hatte   er   noch   nie   gehört   und   Puppe   erklärte   ihm dass es sich um Integrität handelt wenn jemand alles tut was man ihm sagt. „Das ist fast richtig“, sagte Susanne, „und in seiner ganz exakten Übersetzung bedeutet es Moraltreue.“ „Ich   möchte   dir   ein   Beispiel   geben,   Hase“,   sagte   Monika,   „also   wenn   jemand   eine   Geldbörse   findet   und   sie   im   Fundbüro   abgibt, dann   ist   es   nämlich   so,   und   jetzt   kommt   das   Entscheidende,   dass   wenn   er   selbst   beim   nächsten   Mal   seine   eigene   Geldbörse verliert er diese dann auch im Fundbüro abholen kann.“ „Dieses erstklassige Buch befasst sich mit zahlreichen  psychologischen  Wirkmechanismen  dieser  Art“,  sagte Susanne. „Und wer hat dieses Superbuch geschrieben“, fragte Puppe. „Das   ist   ja   gerade   das   geniale“,   erklärten   die   Cousinen,   „es   gibt   keine   Erwähnung   das   Urhebers.   Es   geht   alleine   um   den   Inhalt des   Buches   und   würde   der   Autor   jetzt   seinen   Namen   dazuschreiben   dann   hätte   es   ja   den   Anschein   dass   sich   der   nur   hervortun will.“ Dann lehnten sich die Cousinen zu Puppe und Hase vor und fingen an zu flüstern: „Mit diesem Buch hat es aber noch etwas anderes auf sich…“ „Und was“, flüsterte Puppe zurück und Hase hielt den Atem an und lauschte so gut er nur konnte. „Also“,   erklärten   die   Cousinen,   „wenn   man   das   Buch   zu   Ende   gelesen   hat   dann   behält   man   es   nicht   etwa   einfach   für   sich   sondern man schenkt es jemanden den man kennt.“
Hase   blickte   Susanne   und   Monika   einige   Sekunden   lang   recht   hasenartig   an.   Dann   flüsterte   er   Puppe   etwas   ins   Ohr.   Die Cousinen konnten sich natürlich schon denken um was es dabei ging aber sie wollten zuerst Puppe zu Wort kommen lassen. „Hase möchte dass ich euch etwas frage“, sagte Puppe etwas kleinlaut. „Natürlich“,   kam   Monika   Puppe   dann   doch   zuvor,   „ihr   möchtet   wissen   ob   ihr   das   Buch   von   uns   geschenkt   bekommt   wenn   wir   es fertiggelesen haben.“ „Selbstverständlich    bekommt    ihr    es,    dann    ab    heute    sind    wir    allerbeste    Freunde“,    sagte    Susanne    und    Monika    nickte freundschaftlich. Das freute Puppe und Hase sehr und sie konnten es kaum erwarten das Buch selbst zu lesen. Indes trabte das Ponygespann vergnügt über die geschotterte  Landstraße  und  die  Cousinen  genossen die angenehme Fahrt. „Seid ihr aus der Ortschaft wo ihr zugestiegen seid“, fragten Susanne und Monika nach einer Weile. „Ja“, sagte Puppe, „wir wohnen in einem kleinen Haus voller Spielsachen und ein Garten gehört auch dazu.“ „Bei euch muss es aber besonders schön sein“, sagte Susanne. „Und was habt ihr alles für Spielsachen“, wollte Monika wissen. „Ganz viele“, sagte Puppe, „also einen Reifen, einen Kreisel, Bauklötze, Buntstifte und einen Ball…“ „Einen Ball, tatsächlich“, staunte Susanne, „wir haben einen Sitzball mit Haltegriffen den man auf jede beliebige Größe aufpusten kann.“
„Auf dem haben sogar wir beide Platz“, ergänzte Monika. „Und in unserem Reisegepäck sind Federballschläger“, erwähnte Susanne nebenher. Federball wollte Hase immer schon einmal spielen und auch Puppe hatte großes Interesse. „Bei solch einem herrlichen Wetter ist ein Federballspiel unumgänglich“, sagten die Cousinen und blickten zum Fenster hinaus. „Da   vorne   ist   ein   Rastplatz   mit   einem   kleinen   Bach“,   sagte   Monika   und   lehnte   sich   dabei   aus   dem   Fenster,   „wir   wollen   ein Picknick machen, Kutscher!“ „Brrr…“, rief der Kutscher, „außerplanmäßiger Halt am Rastplatz Ginsterbusch weil ein Picknick gewünscht wird.“ Erst sprang Hase aus der Kutsche und dann stiegen die beiden Cousinen und Puppe aus. „So   weit   draußen   in   der   weiten   Welt   waren   wir   noch   nie“,   sagte   Puppe   begeistert   und   Hase   lief   gleich   zum   Bach   um   mit   den Händen im Wasser zu platschen. „Pass auf dass du nicht hineinfällst“, rief Puppe und Hase platschte nur noch umso mehr. „Lieber   Kutscher   und   lieber   Zwerg“,   sagte   Susanne   während   sie   den   Rastplatz   betrachtete,   „wäret   ihr   nun   so   gütig   uns   unseren Picknickkorb und die Tasche mit dem Federballspiel aus dem Gepäckraum der Kutsche zu holen.“ „Wir wissen wo das Zeug verstaut ist“, erwiderte der Kutscher das Gesäusel der Dame.
„Und  nun“,  klatschte  Monika  in  die  Hände,  „beginnt  gleich  das    weltberühmte    Ginsterbusch-Raststätten Federballturnier!“ Währenddessen mühten sich der entnervte Kutscher und sein Gehilfe am Gepäckraum ab. „Da ist ja eine wunderschöne Geige unter all den Sachen“, rief auf einmal Puppe. „Tatsächlich“, staunte Monika und griff nach dem Instrument. „Wem gehört die“, fragte Puppe. „Das ist meine“, sagte der Zwerg, „ich beherrsche mehrere  Instrumente  auf  hochprofessionellem  Niveau.“ Er nahm die Geige an sich um etwas vorzuführen, doch sogleich riss sie ihm Susanne aus der Hand. „Und nun werde ich auf dieser Geige mein Können präsentieren“, verkündete sie. „Einen   großen   Applaus   für   die   Geigenvirtuosin   Susanne   von   Zuckerburg-Schleckhausen“,   rief   Monika   lauthals   und   klatschte dabei wie verrückt in die Hände. Dann hielten alle den Atem an und keiner gab auch nur den allergeringsten Mucks von sich. Susanne   holte   also   zum   Stoß   mit   ihrem   Geigenbogen   aus   und   im   nächsten   Moment   ertönte   ein   derart   schrilles   Kreide   auf   Tafel Geräusch das es die Zuhörer wie eine Schockwelle traf und Hase fiel vor Schreck sogar ins Wasser. „Gib sofort die Geige her“, sagte der Zwerg erbost.
„Meine Ohren“, stöhnte Monika vergnügt, „was für ein Gefühl!“ Mittlerweile   kam   Hase,   der   ja   in   den   Bach   gefallen   war,   angehoppelt   und   schüttelte   erst   mal   tüchtig   sein   nasses   Fell   durch, begleitet vom fröhlichen Gequietsche der Cousinen. „Was soll jetzt aus dem Federballturnier werden“, wollte der Kutscher wissen. „Das findet natürlich statt“, sagte Susanne, „ich schlage fürs Erste ein gemischtes Hoppel vor.“ „Gehoppelt  wird  auf  jeden  Fall“,  freute  sich  Monika  hüftschwingend,  „ich  spiele  nämlich zusammen mit Hase und du mit Puppe.“ „Ja“, rief Susanne, „und der Kutscher ist Schiedsrichter und der  Zwerg  Balljunge!“ „Aber   erst   müssen   wir   etwas   anderes   anziehen   um   beweglicher   zu   sein.   Ich   glaube   die   Tasche   mit   den   Breeches   ist   noch   in   der Kutsche“, überlegte Susanne. „Breeches sind nämlich sehr bequeme Reithosen“, erklärte Monika damit auch Hase wusste wovon hier die Rede war. „Reithosen   sind   die   allerbesten   Hosen   die   es   auf   der   ganzen   Welt   überhaupt   gibt“,   schwärmten   die   Cousinen   während   sie   in   die Kutsche stiegen und als sie sich umgezogen hatten waren sie kaum wiederzuerkennen. Sie   trugen   ein   hochmodisches,   seidenes   und   bis   über   den   Bauchnabel   hochgezogenes   Reiterinnenkostüm   der   Extraklasse!   Alle staunten -   das Turnier konnte beginnen! „Susanne hat Aufschlag. Viel Glück euch allen“, sagte der Kutscher und Spielleiter.
„Ich   zeige   dir   wie   alles   geht,   Hase“,   wandte   sich   Susanne   an   den   Hasen   der   jetzt   doch   zusammen   mit   ihr   spielte,   „der   Ball   muss über das Netz fliegen. Also sieh aufmerksam zu.“ Dann   warf   sie   den   Federball   mit   der   einen   Hand   hoch   in   die   Luft,   hielt   in   der   anderen   Hand   gekonnt   ihren   Schläger   und   streckte sich   dabei     auf     ihren     Zehenspitzen     so     weit     sie     nur     konnte     dem     Himmel   entgegen.      Der      Ball      surrte      wieder      in      Richtung   Schwerkraft     und         Susanne     verpasste     ihm     einen     Schlag      der     es     in     sich     hatte.     Der   Federball   raste   wie   irre   ins   gegnerische Feld   wo   ihn   Monika   gerade   noch   so   mit   ihrem   Schläger   erwischte.   Im   hohen   Bogen   flitzte   der   Federball   nun   wieder   zurück   und landete   am   Boden   noch   bevor   Susanne   richtig   reagieren   konnte.   Daraufhin   ließ   Hase   seinen   Schläger   einfach   fallen,   schnappte sich den Ball und lief stolpernd in Richtung Netz. „Sehr gut, Hase! Schnell, lauf“, spornte ihn Susanne an. „Nein das gilt nicht“, schrie Monika. „Du musst den Schläger nehmen“, rief Puppe. Hase warf also den Ball über das Netz und lief dann zu seinem Schläger zurück. „Der   erste   Punkt   geht   an   das   Team   Susanne“,   sagte   der   Kutscher   der   mit   den   Spielregeln   auch   noch   nicht   so   ganz   vertraut   war, „ich gratuliere!“ „Wie bitte“, kreischte Monika, „bist du bescheuert!“ „Wir sind in Führung, gnädige Cousine. So sieht die Wirklichkeit nun mal aus. Ätsch“, lästerte Susanne. Susanne    zeigte    ihrer    Cousine    Monika    die    lange    Nase    und    untermauerte    ihren    Spott    obendrein    mit    einer    provokanten Hüftbewegung.
LENA HASE
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OUTDOOR
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LENA HASE
PUPPE UND HASE
Es   war   ein   wunderschöner,   sommerlicher   Tag   und   jeden Augenblick   sollte   nun   die   sehnlich   erwartete   Postkutsche am Horizont erscheinen. Puppe   und   Hase   hatten   ihre   Fahrscheine   bereits   gekauft und   saßen   auf   der   Holzbank   vor   dem   Stationsgebäude   wo sie   sich   schon   sehr   auf   die   Kutsche   mit   dem   Ponygespann freuten von der sie schon so viel gehört hatten. „Was für ein herrliches Wetter“, sagte Puppe zu Hase,  „haben wir nicht großes Glück?“ Bei     solch     strahlenden     Sonnenschein     mit     Puppe     zu verreisen   war   in   der   Tat   ein   großes   Glück,   freute   sich   Hase, es versprach eine atemberaubende Reise zu werden. Doch   bevor   es   mit   dieser   Erzählung   weiter   geht   muss   noch erwähnt   werden   dass   nichts   an   dieser   Geschichte   Fiktion ist    -    alles    hat    sich    genau    so    zugetragen    wie    es    hier geschrieben   steht.   Und   auch   wenn   der   eine   oder   andere Satz   vielleicht   oberflächliche   Ungereimtheiten   aufweist,   so passt doch in seiner Gesamtheit alles perfekt zusammen… Aber    nun    wieder    zurück    zu    Puppe    und    Hase    die    noch immer   bei   der   Poststation   auf   ihre   Kutsche   warteten   als plötzlich   das   fröhliche   Getute   eines   Signalhorns   erschallte so     dass     es     die     beiden     beinahe     von     ihrer     Sitzbank geschleudert hätte. „Das ist die Postkutsche, Hase“, rief Puppe aufgeregt  und beide sprangen schnell auf um zu winken. „Hierher“,   riefen   Puppe   und   Hase,   „wir  wollen  auch mitfahren!“
„Brrr…“,  gebot  der  bärtige  Kutscher  den Ponys und sie blieben exakt vor dem Postgebäude stehen. Sein   Gehilfe,   es   handelte   sich   dabei   um   einen   Zwerg   der   ein grünes    Bedienstetenkostüm    anhatte,    sprang    geschwind vom   Kutschbock   um   die   Tiere   mit   Wasser   zu   versorgen   und dann würde die Fahrt auch schon wieder weitergehen. „Das ist doch eh die Kutsche zum Schloss“, vergewisserte sich Puppe. „In der Tat“, sagte der Kutscher, „und wir werden für die Reise einen ganzen Tag brauchen.“ „Im Schloss findet nämlich der diesjährige Ball statt“,  berichtete Puppe. „Ich   weiß“,   sagte    der   Kutscher,   „viele   Gäste   werden erwartet.“ „Hase“, sagte Puppe, „hoppel du als erstes in die Kutsche, für dich ist es ein leichter Sprung.“ Aber   Hase   wollte   eigentlich   Puppe   vorlassen,   weil   sie   ja eine    Puppe    war.    Aber    wie    sollte    sie    überhaupt    in    die Kutsche kommen, als Puppe, wie gesagt. „Was für liebenswerte Fahrgäste“,  klang  es  auf  einmal aus der Kutsche und zwei junge Damen lehnten sich heraus. Es   waren   die   Cousinen   Susanne   und   Monika   und   sie   waren ganz   verzückt   von   Puppe   und   Hase.   Dann   hoben   sie   die beiden zu sich in die Fahrgastkabine. „Wir   versichern   euch,   liebe   Freunde,   dies   wird   eine   höchst angenehme     Fahrt     und     die     Sitze     sind     derart     weich gepolstert    dass    es    eine    Wonne    ist    zu    reisen“,    erklärte Susanne    voller    Begeisterung,    „bei    manchen    Sitzen    fragt man sich ja heutzutage wer hier eigentlich wen polstert.“
„So ist es, liebe Cousine“,  sagte Monika und sah dabei  Puppe und  Hase  an,   „wir   legen   nämlich  allerhöchsten Wert auf Bequemlichkeit.“ „Was für ein schöner Hase du bist“, wechselte Susanne  das Thema und Hase wusste gar nicht was er sagen sollte. „Und welch bezaubernde Puppe“, ergänzte Monika, „wie  wir  hören  seid  ihr  ebenso  wie  wir  auf  dem  Weg  zum alljährlichen Ball?“ „Ja“,  sagte  Puppe  und  Hase  nickte  eifrig.  Das  Fest  schien ja bereits jetzt schon zu beginnen… Dann ertönte auch schon das Abfahrtsignal. „Tröt mir nicht direkt ins Ohr“, hörte man den Kutscher  den Zwerg noch anmurren und mit einem beherzten Ruck begann die Fahrt. Und in der Tat,  es waren wirklich sehr bequeme Sitze  wie man an  Susanne und Monikas  zufriedenen  Blicken erkennen konnte. „Ist  das  euer  erster  Ausflug  in  einer  Postkutsche“, fragte Monika. „Ja“,  antwortete  Puppe,  „und  es  gefällt uns wirklich sehr gut.“ „Das hören wir gern“, sagte Susanne, „und ihr werdet staunen was man auf so einer Reise alles erleben kann.“ „Verreist  ihr  selbst  eigentlich  viel“,   fragte   Puppe   die Cousinen. „Ja, Puppe“, sagte Susanne, „wir kennen das ganze Land weil wir so viel herumkommen.“ „Man    könnte    fast    sagen    es    ist    unser    Beruf“,    erläuterte Monika,   „obgleich   wir   eher   auf   dem   Gebiet   der   Muse   und schönen Künste bewandert sind.“
Die Cousinen kicherten sich gegenseitig an. Dann erwähnte Hase, der auch mitreden wollte, dass er beruflich  mit  Karotten  zu  tun  habe  und  Puppe  seine Mitarbeiterin sei. „Du bist wirklich ein ganz entzückender Hase“, sagten die  Cousinen, „und was für schöne weiche Ohren du hast.“ Hase wollte noch etwas über Karotten sagen, konnte sich aber dann nicht mehr so genau erinnern. Die   lasziven   Gesichter   der   Cousinen   waren   für   Puppe   und Hase   einigermaßen   verwirrend,   hatten   aber   durchaus   auch etwas anziehendes an sich. Plötzlich   holperte   die   Kutsche   über   ein   Schlagloch   das   sich direkt   unter   Susanne   befand   so   dass   es   sie,   begleitet   von einem   vergnügten   Schrei,   ein   wenig   nach   oben   schleuderte. Dabei   fiel   ein   geheimnisvolles   Buch   aus   ihrer   Hand   und landete   unter   der   Sitzbank.   Schnell   sprang   der   Hase   auf den    Boden    um    das    Buch    zu    bergen    und    überreichte    es sogleich seiner Besitzerin. „Wie    artig    von    dir,    lieber    Hase“,    sagte    Susanne    und streichelte   sein   Köpfchen,   „du   musst   nämlich   wissen,   dass es sich hierbei um ein ganz besonderes Buch handelt.“ „Und um was für ein Buch handelt es sich genau“, fragte Puppe, „um ein Zauberbuch etwa?“ „Nein,    viel    besser“,    sagte    Susanne,    „es    handelt    sich    um einen   Ratgeber   mit   sehr   gut   ausgearbeiteten   Anweisungen und   Tipps   wie   man   sich   bei   allen   beliebt   macht   indem   man Eigenschaften       wie       Loyalität       und       Integrität       auf allerhöchstem Niveau einsetzt.“ „Wir   streben   nämlich   nach   vollkommener   Tugend   indem wir    gutes    und    schlechtes    Benehmen    in    harmonischen Einklang     bringen     um     schlussendlich     einen     Zustand permanenter   Obsession   zu   erreichen“,   schwärmte   Monika über das Buch.
Dann     wollte     Hase     auf     einmal     wissen     was     Integrität bedeutet,   denn   dieses   Wort   hatte   er   noch   nie   gehört   und Puppe    erklärte    ihm    dass    es    sich    um    Integrität    handelt wenn jemand alles tut was man ihm sagt. „Das  ist  fast  richtig“,  sagte Susanne, „und in seiner  ganz exakten Übersetzung bedeutet es Moraltreue.“ „Ich   möchte   dir   ein   Beispiel   geben,   Hase“,   sagte   Monika, „also    wenn    jemand    eine    Geldbörse    findet    und    sie    im Fundbüro   abgibt,   dann   ist   es   nämlich   so,   und   jetzt   kommt das   Entscheidende,   dass   wenn   er   selbst   beim   nächsten   Mal seine    eigene    Geldbörse    verliert    er    diese    dann    auch    im Fundbüro abholen kann.“ „Dieses erstklassige Buch befasst sich mit  zahlreichen  psychologischen  Wirkmechanismen  dieser Art“, sagte Susanne. „Und wer hat dieses Superbuch geschrieben“, fragte Puppe. „Das   ist   ja   gerade   das   geniale“,   erklärten   die   Cousinen,   „es gibt   keine   Erwähnung   das   Urhebers.   Es   geht   alleine   um den   Inhalt   des   Buches   und   würde   der   Autor   jetzt   seinen Namen   dazuschreiben   dann   hätte   es   ja   den   Anschein   dass sich der nur hervortun will.“ Dann  lehnten  sich  die  Cousinen  zu  Puppe und Hase vor und fingen an zu flüstern: „Mit  diesem  Buch  hat  es  aber  noch  etwas  anderes  auf sich…“ „Und was“, flüsterte  Puppe  zurück  und  Hase hielt den  Atem an und lauschte so gut er nur konnte. „Also“,   erklärten   die   Cousinen,   „wenn   man   das   Buch   zu Ende   gelesen   hat   dann   behält   man   es   nicht   etwa   einfach   für sich sondern man schenkt es jemanden den man kennt.“
Hase   blickte   Susanne   und   Monika   einige   Sekunden   lang recht   hasenartig   an.   Dann   flüsterte   er   Puppe   etwas   ins   Ohr. Die   Cousinen   konnten   sich   natürlich   schon   denken   um   was es    dabei    ging    aber    sie    wollten    zuerst    Puppe    zu    Wort kommen lassen. „Hase  möchte  dass  ich  euch  etwas  frage“,  sagte  Puppe etwas kleinlaut. „Natürlich“,    kam    Monika    Puppe    dann    doch    zuvor,    „ihr möchtet     wissen     ob     ihr     das     Buch     von     uns     geschenkt bekommt wenn wir es fertiggelesen haben.“ „Selbstverständlich   bekommt   ihr   es,   dann   ab   heute   sind wir   allerbeste   Freunde“,   sagte   Susanne   und   Monika   nickte freundschaftlich. Das  freute  Puppe  und  Hase  sehr  und sie konnten es  kaum erwarten das Buch selbst zu lesen. Indes trabte das Ponygespann vergnügt über die  geschotterte Landstraße und die Cousinen genossen die angenehme Fahrt. „Seid  ihr  aus  der  Ortschaft  wo  ihr  zugestiegen  seid“,  fragten Susanne und Monika nach einer Weile. „Ja“, sagte Puppe, „wir wohnen in einem kleinen  Haus voller  Spielsachen  und  ein  Garten  gehört  auch dazu.“ „Bei euch muss es aber besonders schön sein“, sagte Susanne. „Und  was  habt  ihr  alles  für  Spielsachen“,  wollte Monika wissen. „Ganz viele“, sagte Puppe, „also einen Reifen,  einen Kreisel, Bauklötze, Buntstifte und einen Ball…“ „Einen  Ball,  tatsächlich“,  staunte Susanne,  „wir haben einen Sitzball mit Haltegriffen den man auf jede beliebige Größe aufpusten kann.“
„Auf dem haben sogar wir beide Platz“, ergänzte Monika. „Und in unserem Reisegepäck sind Federballschläger“,  erwähnte Susanne nebenher. Federball wollte Hase immer schon einmal spielen und  auch Puppe hatte großes Interesse. „Bei   solch   einem   herrlichen   Wetter   ist   ein   Federballspiel unumgänglich“,    sagten    die    Cousinen    und    blickten    zum Fenster hinaus. „Da   vorne   ist   ein   Rastplatz   mit   einem   kleinen   Bach“,   sagte Monika   und   lehnte   sich   dabei   aus   dem   Fenster,   „wir   wollen ein Picknick machen, Kutscher!“ „Brrr…“, rief der Kutscher, „außerplanmäßiger Halt am  Rastplatz Ginsterbusch weil ein Picknick gewünscht wird.“ Erst sprang Hase aus der Kutsche und dann stiegen  die beiden Cousinen und Puppe aus. „So   weit   draußen   in   der   weiten   Welt   waren   wir   noch   nie“, sagte   Puppe   begeistert   und   Hase   lief   gleich   zum   Bach   um mit den Händen im Wasser zu platschen. „Pass  auf  dass  du  nicht  hineinfällst“,  rief Puppe und  Hase platschte nur noch umso mehr. „Lieber     Kutscher     und     lieber     Zwerg“,     sagte     Susanne während   sie   den   Rastplatz   betrachtete,   „wäret   ihr   nun   so gütig   uns   unseren   Picknickkorb   und   die   Tasche   mit   dem Federballspiel aus dem Gepäckraum der Kutsche zu holen.“ „Wir wissen wo das Zeug verstaut ist“, erwiderte der  Kutscher das Gesäusel der Dame.
„Und nun“, klatschte Monika in die Hände, „beginnt  gleich  das   weltberühmte   Ginsterbusch-Raststätten Federballturnier!“ Währenddessen mühten sich der entnervte Kutscher und sein Gehilfe am Gepäckraum ab. „Da  ist  ja  eine  wunderschöne  Geige  unter all den  Sachen“, rief auf einmal Puppe. „Tatsächlich“,   staunte   Monika   und   griff   nach   dem Instrument. „Wem gehört die“, fragte Puppe. „Das  ist  meine“,  sagte  der  Zwerg, „ich  beherrsche  mehrere     Instrumente    auf hochprofessionellem Niveau.“ Er nahm die Geige an sich um etwas vorzuführen, doch  sogleich riss sie ihm Susanne aus der Hand. „Und  nun  werde  ich  auf  dieser  Geige mein Können  präsentieren“, verkündete sie. „Einen    großen    Applaus    für    die    Geigenvirtuosin    Susanne von   Zuckerburg-Schleckhausen“,   rief   Monika   lauthals   und klatschte dabei wie verrückt in die Hände. Dann  hielten  alle  den Atem  an und  keiner gab  auch nur den   allergeringsten   Mucks   von   sich. Susanne   holte   also   zum   Stoß   mit   ihrem   Geigenbogen   aus und    im    nächsten    Moment    ertönte    ein    derart    schrilles Kreide    auf    Tafel    Geräusch    das    es    die    Zuhörer    wie    eine Schockwelle    traf    und    Hase    fiel    vor    Schreck    sogar    ins Wasser. „Gib sofort die Geige her“, sagte der Zwerg erbost.
„Meine  Ohren“,  stöhnte  Monika  vergnügt,  „was  für  ein Gefühl!“ Mittlerweile   kam   Hase,   der   ja   in   den   Bach   gefallen   war, angehoppelt    und    schüttelte    erst    mal    tüchtig    sein    nasses Fell     durch,     begleitet     vom     fröhlichen     Gequietsche     der Cousinen. „Was soll jetzt aus dem Federballturnier werden“, wollte der Kutscher wissen. „Das findet natürlich statt“, sagte Susanne, „ich schlage fürs Erste ein gemischtes Hoppel vor.“ „Gehoppelt  wird  auf  jeden  Fall“,  freute  sich  Monika hüftschwingend, „ich spiele nämlich zusammen mit Hase und du mit Puppe.“ „Ja“,  rief  Susanne,  „und  der  Kutscher  ist  Schiedsrichter und der Zwerg Balljunge!“ „Aber     erst     müssen     wir     etwas     anderes     anziehen     um beweglicher     zu     sein.     Ich     glaube     die     Tasche     mit     den Breeches ist noch in der Kutsche“, überlegte Susanne. „Breeches  sind  nämlich  sehr   bequeme  Reithosen“,  erklärte Monika damit auch Hase wusste wovon hier die Rede war. „Reithosen    sind    die    allerbesten    Hosen    die    es    auf    der ganzen    Welt    überhaupt    gibt“,    schwärmten    die    Cousinen während    sie    in    die    Kutsche    stiegen    und    als    sie    sich umgezogen hatten waren sie kaum wiederzuerkennen. Sie   trugen   ein   hochmodisches,   seidenes   und   bis   über   den Bauchnabel       hochgezogenes       Reiterinnenkostüm       der Extraklasse! Alle staunten -   das Turnier konnte beginnen! „Susanne hat Aufschlag. Viel Glück euch allen“, sagte  der Kutscher und Spielleiter.
„Ich   zeige   dir   wie   alles   geht,   Hase“,   wandte   sich   Susanne   an den   Hasen   der   jetzt   doch   zusammen   mit   ihr   spielte,   „der Ball muss über das Netz fliegen. Also sieh aufmerksam zu.“ Dann   warf   sie   den   Federball   mit   der   einen   Hand   hoch   in die   Luft,   hielt   in   der   anderen   Hand   gekonnt   ihren   Schläger und   streckte   sich   dabei     auf     ihren     Zehenspitzen     so     weit   sie    nur    konnte    dem    Himmel      entgegen.     Der     Ball     surrte   wieder     in Richtung          Schwerkraft          und       Susanne   verpasste     ihm     einen      Schlag der      es      in      sich      hatte.   Der   Federball   raste   wie   irre   ins   gegnerische   Feld   wo   ihn Monika   gerade   noch   so   mit   ihrem   Schläger   erwischte.   Im hohen   Bogen   flitzte   der   Federball   nun   wieder   zurück   und landete   am   Boden   noch   bevor   Susanne   richtig   reagieren konnte.   Daraufhin   ließ   Hase   seinen   Schläger   einfach   fallen, schnappte    sich    den    Ball    und    lief    stolpernd    in    Richtung Netz. „Sehr gut, Hase! Schnell, lauf“, spornte ihn Susanne an. „Nein das gilt nicht“, schrie Monika. „Du musst den Schläger nehmen“, rief Puppe. Hase warf also den Ball über das Netz und lief dann  zu seinem Schläger zurück. „Der   erste   Punkt   geht   an   das   Team   Susanne“,   sagte   der Kutscher   der   mit   den   Spielregeln   auch   noch   nicht   so   ganz vertraut war, „ich gratuliere!“ „Wie bitte“, kreischte Monika, „bist du bescheuert!“ „Wir  sind  in  Führung,  gnädige  Cousine.  So  sieht  die Wirklichkeit nun mal aus. Ätsch“, lästerte Susanne. Susanne   zeigte   ihrer   Cousine   Monika   die   lange   Nase   und untermauerte   ihren   Spott   obendrein   mit   einer   provokanten Hüftbewegung.
LENA HASE
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